Der häufigste Schaden an unsachgemäss montierten Holzkonstruktionen ist der Verfall der Wände im Bereich des Fundaments. Er tritt erst einige Jahre nach dem Bau auf und macht dann kostspielige Reparaturen am unteren Teil der Mauern nötig. Riwega bietet dafür fünf Lösungen aus Butyl, Bitumen und Kunststoff, die je nach Produkt auf der Baustelle oder bereits während der Vorfertigung angebracht werden.
Selbstklebende Bahnen: Coll Vlies Plus und Coll HDPE
Coll Vlies Plus ist ein selbstklebendes Butylklebeband mit Trägersystem aus Polypropylen-Vlies. Es dichtet die Auflagefläche der Holzwand ab, ist auf allen Baumaterialien anwendbar und bestens geeignet für Flächen, die verputzt werden müssen. Dicke 1 mm, Temperaturbeständigkeit -30 °C bis +90 °C, Adhäsionskraft auf Beton 0,9 N/mm² (EN 12004/EN 1348), Emissionen EMICODE EC1PLUS.
Coll HDPE setzt auf mechanische Haltbarkeit: eine 1,5 mm starke, selbstklebende Bitumenbahn mit HDPE-Träger zur Abdichtung, Verkleidung und zum Schutz der Holzwände. Sie ist kalt verklebbar, bietet hohe mechanische Resistenz bei statischen Bewegungen und erreicht einen µ-Wert von 90000. Anwendungstemperatur -40 °C bis +80 °C, Brandverhalten E (EN 13501-1); geprüft sind auch die Durchlässigkeit für Radon (5,7 x 10⁻¹² m²/s) und Methangas.
Dichtungen und Mauersperren: GAE ST, GAE ST Plus und GAE ST Bitum
GAE ST ist ein Polyethylenband mit zwei elastischen EPDM-Röhren von rund 10 mm Durchmesser. Es dichtet luft- und winddicht ab, sofern Sockel oder Fundament Unebenheiten von maximal 10 mm aufweisen, und wird an die untere Fläche der Holzwand geheftet.
GAE ST Plus kombiniert ein EPDM-Band mit zwei vorkomprimierten Polyurethanschaumstreifen und ist für Unebenheiten des Betonsockels bis 20 mm ausgelegt. Reisskraft ≥25 kN/m (DIN 53504), Temperaturbeständigkeit -30 °C bis +100 °C, UV- und Ozon-Beständigkeit nach DIN 7864 T1 überprüft; die Ausführung GAE ST Plus 250 trägt zusätzlich Butylkleber (2x20 mm).
GAE ST Bitum ist eine 4 mm dicke Bitumenbahn (Typ APP) aus Polypropylen-Vlies und Bitumen mit PET-Armierung. Als Mauersperre verhindert sie aufsteigende Feuchtigkeit zwischen Beton und Holzkonstruktion, ist bei 60 kPa wasserdicht (EN 1928 met. B) und wird ohne Verschweissen verlegt – allerdings nur auf der Baustelle.