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Fundierte Antworten rund um Absturzsicherung in der Schweiz: Vorschriften, Normen, Wartung und Praxis — verständlich erklärt von den Fachleuten der Riwega Swiss GmbH.

Titelseite des Suva-Merkblatts «Arbeiten auf Dächern – so bleiben Sie sicher oben»

Merkblatt der Suva

Arbeiten auf Dächern – so bleiben Sie sicher oben

Die Suva erklärt Schritt für Schritt, welche Schutzmassnahmen auf Flach- und Steildächern gelten, wann Kollektivschutz vorgeschrieben ist und wann Anseilschutz zulässig bleibt — die massgebende Grundlage für die Planung von Dacharbeiten in der Schweiz.

PDF · 21 Seiten · Ausgabe 2023 · Bestellnummer 44066.d

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Herausgeberin: Suva · öffnet in neuem Tab · suva.ch

EN 795: die fünf Typen auf einen Blick

Die Norm unterscheidet Anschlageinrichtungen nach Bauart. Welcher Typ infrage kommt, hängt von Untergrund, Dachform und der Zahl gleichzeitig gesicherter Personen ab.

  1. A Ortsfester Anschlagpunkt Fest mit dem Baukörper verschraubt oder verklemmt — der klassische Einzelpunkt auf Flach- und Steildach.
  2. B Transportabel Ohne bauliche Befestigung einsetzbar, etwa Klemm- oder Umschlingungsanker für kurze Einsätze.
  3. C Horizontale Seilführung Flexibles Führungsseil zwischen Endpunkten — durchgehende Sicherung über lange Wege.
  4. D Horizontale Schienenführung Starre Schiene statt Seil, mit geringerem Durchhang und definierter Laufrichtung.
  5. E Anschlagpunkt mit Eigengewicht Auflastgehalten auf ebenen Flächen — ohne Durchdringung der Dachabdichtung.
Typen ausführlich erklärt →

Ratgeber

Absturzsicherung im Bestand nachrüsten

Absturzsicherungen lassen sich auf fast jedem bestehenden Dach nachrüsten. Der Ablauf führt von der Begehung über die Prüfung der Tragfähigkeit und die Systemwahl bis zur Dokumentation. Wo die Abdichtung intakt bleiben soll, sichern auflastgehaltene Anschlagpunkte und Geländer das Dach ohne Durchdringung.

Wann ist Absturzsicherung in der Schweiz Pflicht?

Bei mehr als 2 Metern Absturzhöhe verlangt die Bauarbeitenverordnung (BauAV) wirksame Schutzmassnahmen, bei Dacharbeiten gelten ab 3 Metern Absturzhöhe an der Traufe zusätzliche Regeln. Dieser Ratgeber erklärt, was Suva und BauAV vorschreiben, wann persönliche Schutzausrüstung zulässig ist und wer auf der Baustelle die Verantwortung trägt.

Absturzsicherung bei Photovoltaik-Anlagen: Montage und Wartung sicher planen

Photovoltaikanlagen müssen nicht nur sicher montiert, sondern über Jahrzehnte gewartet werden. Dieser Ratgeber zeigt, welche Anforderungen Suva und Bauarbeitenverordnung an PV-Arbeiten stellen und welche Lösungen sich für Flach- und Steildach bewähren – von Geländern über Anschlagpunkte bis zu Seilsystemen.

Wie viele Anschlagpunkte braucht ein Dach?

Es gibt keine Faustregel pro Quadratmeter: Die Zahl der Anschlagpunkte ergibt sich aus den begangenen Flächen, den Wegen dorthin, dem Abstand zur Absturzkante und der Länge des Verbindungsmittels. Dieser Ratgeber zeigt die Planungslogik Schritt für Schritt – inklusive Pendelsturz und Rettungskonzept.

Anschlagpunkte prüfen: Wartung, Prüfintervalle und Pflichten für Eigentümer

Permanente Anschlagpunkte müssen in der Regel jährlich durch eine sachkundige Person geprüft werden – verantwortlich dafür ist der Gebäudeeigentümer. Dieser Ratgeber zeigt, welche Intervalle gelten, wie die Prüfung dokumentiert wird und wer haftet, wenn sie unterbleibt.

Was muss nach der Montage dokumentiert sein?

Nach der Montage gehören ein Montage- und Befestigungsprotokoll, Angaben zu Untergrund und Befestigungsmitteln, ein Lageplan der Anschlagpunkte sowie die Herstellerunterlagen zur Anlage. Dieser Ratgeber zeigt, was die Dokumentation enthalten muss und wie die jährliche Prüfung nachgewiesen wird.

EN 795 Typ A bis E einfach erklärt

Die Norm EN 795:2012 unterteilt Anschlageinrichtungen in fünf Typen – vom fest montierten Einzelanschlagpunkt bis zum Totgewichtanker auf dem Flachdach. Dieser Ratgeber erklärt die Unterschiede, die Rolle von CEN/TS 16415 bei mehreren Personen und worauf es bei der Produktwahl ankommt.

Geländer statt Anseilen: Kollektivschutz auf dem Flachdach

Auf dem Flachdach hat das Geländer Vorrang vor dem Anseilen: Kollektivschutz wirkt für alle Personen – ohne Schulung und ohne Rettungskonzept. Dieser Ratgeber zeigt, wann sich ein permanentes Geländer rechnet und welche Montageart passt: Ballast, Direktmontage, Attika oder Metalldach.

Gerüst, Seitenschutz oder Netz – was wann einsetzen?

Gerüst, Seitenschutz oder Netz? Das Gerüst schafft einen Arbeitsplatz und sichert die Traufe, der Seitenschutz nach EN 13374 sichert die Absturzkante, das Auffangnetz nach EN 1263-1 fängt Stürze in der Fläche auf. Dieser Ratgeber zeigt, welche temporäre Massnahme wann passt – und wie Sie sie kombinieren.

Hinterlüftete Fassade: Aufbau und Unterkonstruktion

Eine hinterlüftete Fassade besteht aus Untergrund, Wärmedämmung, belüfteter Luftschicht und Bekleidung. Getragen wird sie von einer Unterkonstruktion aus Wandstützen und Tragprofilen. Dieser Ratgeber erklärt die einzelnen Schichten, die Aufgabe von Fest- und Gleitpunkten und die gängigen Befestigungsarten.

Kollektivschutz vs. Individualschutz: Warum das Geländer vor der PSAgA kommt

Geländer oder Anseilschutz? Die Schweizer Massnahmenhierarchie gibt eine klare Antwort: Kollektivschutz zuerst. Dieser Ratgeber erklärt das STOP-Prinzip, die Voraussetzungen für den zulässigen Einsatz von PSAgA sowie Schulungspflicht und Rettungskonzept.

Luftdicht verkleben: Bahn, Klebeband und Anschluss als System

Eine Bahn ist nur so dicht wie ihre Anschlüsse: Erst Klebebänder auf Acryl- oder Butylbasis, Kleber, Fensteranschlussbänder, Nageldichtungen und Dichtungsmanschetten machen aus einzelnen Bahnen eine durchgehend luft- und winddichte Hülle. Dieser Ratgeber zeigt, welches Produkt an welchen Anschluss gehört.

Sd-Wert erklärt: diffusionsoffen, Dampfbremse oder Dampfsperre?

Der Sd-Wert beschreibt, wie stark eine Bahn den Wasserdampf bremst: aussen gehören hochdiffusionsoffene Bahnen hin, innen Dampfbremsen oder Dampfsperren. Dieser Ratgeber zeigt, welcher Wert wohin gehört – von Sd 0,02 bis 3000 m.

Seilsystem oder Einzelanschlagpunkte: Was passt wann?

Einzelanschlagpunkte nach EN 795 Typ A eignen sich für punktuelle Arbeiten an wenigen bekannten Stellen. Sobald ein zusammenhängender Wartungsweg gesichert werden muss, ist ein Seilsystem nach Typ C die bessere Wahl – bei wenig lichter Höhe eine Schiene nach Typ D.

Der sichere Weg aufs Dach: Anlegeleiter, Steigleiter oder Schrägaufzug

Anlegeleiter, fest montierte Steigleiter oder Schrägaufzug: Dieser Ratgeber zeigt, welcher Zugang aufs Dach wann der richtige ist – von der Leiter nach EN 131 über die nach Mass gefertigte SafeGuard SafetyStep bis zu den GEDA-Aufzügen, die Material mit bis zu 250 kg Tragfähigkeit aufs Dach bringen.

Sicherheitsdachhaken: Einsatz, Montage und Prüfung

Der Sicherheitsdachhaken ist der klassische Anschlagpunkt des Steildachs: Er nimmt die Dachleiter auf und sichert zugleich die Person nach EN 795:2012 Typ A. Dieser Ratgeber zeigt, welche Bauform zu welcher Eindeckung passt, wie die Montage auf dem Sparren abläuft und welche Prüfpflicht gilt.

Temporäre Absturzsicherung nach EN 13374: Klassen, Dachneigung und Systemwahl

Temporäre Seitenschutzsysteme nach EN 13374 sichern Dachränder und Absturzkanten während der Bauphase. Dieser Ratgeber erklärt die Klassen A, B und C nach Dachneigung, die Abgrenzung zum Dachfanggerüst, die Anforderungen der Bauarbeitenverordnung und die passenden redbau-Systeme von Riwega.

Wer ist für die Absturzsicherung verantwortlich?

Die Verantwortung für die Absturzsicherung teilen sich Arbeitgeber, Bauherrschaft, Planung, ausführende Betriebe und Eigentümerschaft. Entscheidend ist der Zeitpunkt: Die Bauarbeitenverordnung verlangt, dass die Schutzmassnahmen vor Arbeitsbeginn geplant sind – und dass dauerhaft zugängliche Dächer gesichert bleiben.

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  • Teammitglied der Riwega Swiss GmbH
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