Absturzsicherung Flachdach

Die Riwega Swiss GmbH bietet Absturzsicherungen für Flachdächer: Einzelanschlagpunkte – in der Schweiz auch Sekuranten genannt – und horizontale Seilsysteme nach EN 795:2012, auf Wunsch auch für die gleichzeitige Nutzung durch mehrere Personen gemäss CEN/TS 16415. Auflastgehaltene Systeme sichern Personen, ohne die Dachabdichtung zu durchdringen. Die Bauarbeitenverordnung (BauAV) verlangt in der Schweiz Massnahmen gegen Absturz ab einer Absturzhöhe von mehr als 2 Metern.

SafeGuard AP 2 auf dem Flachdach montiert

Diese Vorschriften und Normen gelten

  • EN 795:2012 Regelt Anforderungen und Prüfverfahren für Anschlageinrichtungen der Typen A bis E, die zusammen mit persönlicher Schutzausrüstung gegen Absturz verwendet werden.
  • CEN/TS 16415 Ergänzt EN 795 um Anforderungen an Anschlageinrichtungen, die von mehreren Benutzern gleichzeitig verwendet werden.
  • Bauarbeitenverordnung (BauAV) Verlangt in der Schweiz Massnahmen gegen Absturz ab einer Absturzhöhe von mehr als 2 Metern und schreibt die Planung der Schutzmassnahmen vor Arbeitsbeginn vor.

Welches Absturzsicherungssystem passt zu Ihrem Flachdach?

Auf Flachdächern kommen drei Lösungen infrage: Einzelanschlagpunkte nach EN 795:2012 für punktuelle Arbeiten, horizontale Seilsysteme für durchgehende Wartungswege sowie auflastgehaltene Systeme, die ohne Durchdringung der Abdichtung auskommen – die Wahl hängt von Untergrund, Dachaufbau, Nutzungshäufigkeit und der Lage der Wartungsobjekte ab. Tragfähige Untergründe wie Beton, Trapezblech oder Holz erlauben eine direkte Verankerung; bei sanierten Dächern oder empfindlichen Abdichtungen sind auflastgehaltene Anschlagpunkte die schonende Alternative. Auch begrünte Flachdächer lassen sich sichern: Spezielle Systeme nutzen das Substrat als Auflast. Seilsysteme eignen sich immer dann, wenn mehrere Wartungspunkte – Lüftungen, PV-Anlagen, Abläufe – entlang einer Achse liegen.

Funktioniert Absturzsicherung ohne Durchdringung der Dachabdichtung?

Ja: Auflastgehaltene Anschlageinrichtungen stehen frei auf der Dachfläche und halten die im Sturzfall auftretenden Kräfte über ihr Eigengewicht und die Reibung auf der Abdichtung – die Dachhaut bleibt unverletzt, es entstehen keine neuen Durchdringungen und damit keine potenziellen Leckstellen. Das ist besonders bei bestehenden Dächern mit intakter Abdichtung sowie bei Dampfsperren mit hohen Dichtheitsanforderungen relevant. Voraussetzung sind ein ausreichend tragfähiger Dachaufbau, eine geeignete Oberfläche und die Einhaltung der herstellerseitigen Vorgaben zu Dachneigung und Randabständen.

Was verlangt die Bauarbeitenverordnung auf dem Flachdach?

Die schweizerische Bauarbeitenverordnung (BauAV) verlangt Massnahmen gegen Absturz ab einer Absturzhöhe von mehr als 2 Metern; auf dem Flachdach heisst das: Ungesicherte Arbeiten nahe der Dachkante sind unzulässig, und die Schutzmassnahme muss vor Arbeitsbeginn geplant sein. Wo immer möglich, wird das System als Rückhaltesystem ausgelegt, das das Erreichen der Absturzkante von vornherein verhindert – die sicherste Betriebsart. Für die gleichzeitige Nutzung durch mehrere Personen sind Anschlageinrichtungen nach CEN/TS 16415 geprüft. Die Riwega Swiss GmbH unterstützt Planer, Dachdecker und Gebäudeeigentümer bei Systemwahl, Anordnung der Anschlagpunkte und der Dokumentation.

Passende Produkte

Häufige Fragen

Muss die Dachabdichtung für eine Absturzsicherung durchdrungen werden?

Nein. Auflastgehaltene Anschlagpunkte und Seilsysteme stehen frei auf der Dachfläche und halten die Kräfte über Eigengewicht und Reibung – die Abdichtung bleibt intakt. Bei tragfähigen Untergründen wie Beton ist alternativ eine mechanische Verankerung möglich, die fachgerecht eingedichtet wird.

Wie viele Personen dürfen ein Seilsystem gleichzeitig nutzen?

Das legt der Hersteller auf Basis der Prüfung fest. Systeme nach CEN/TS 16415 sind für die gleichzeitige Nutzung durch mehrere Personen geprüft; die zulässige Anzahl steht in der Montage- und Gebrauchsanleitung und ist auf der Kennzeichnung der Anlage vermerkt.

Was ist der Unterschied zwischen Rückhalte- und Auffangsystem?

Ein Rückhaltesystem begrenzt die Seillänge so, dass die Absturzkante gar nicht erreicht werden kann – die sicherste Betriebsart. Ein Auffangsystem fängt einen Sturz auf und erfordert genügend lichte Höhe unter der Absturzkante sowie ein Rettungskonzept. Wo möglich, wird als Rückhaltesystem geplant.

Passend dazu aus dem Wissen

Haben Sie Fragen?

Rufen Sie uns an, schreiben Sie uns oder nutzen Sie das Kontaktformular — wir beraten Sie gerne zu Ihrem Projekt und erstellen eine unverbindliche Offerte.

  • Teammitglied der Riwega Swiss GmbH
  • Teammitglied der Riwega Swiss GmbH
  • Teammitglied der Riwega Swiss GmbH

Unser Team ist für Sie da.